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Neustart

4. Juni 2013

Als ich mich im Oktober von diesem Blog verabschiedet habe, hätte ich nicht gedacht, dass sich mein Leben so grundlegend ändern würde. Ich war glücklich,  frisch verheiratet und bis auf eine vage Ungewissheit, wie die berufliche Orientierung von Herrn F. weitergeht, lief bei uns alles in ruhigen Bahnen. Natürlich hätte ich nichts dagegen gehabt wenn sich eine berufliche Herausforderung in München aufgetan hätte. Obwohl ich nach nunmehr fast 10 Jahren im Dreiländereck heimisch geworden bin, hängt mein Herz nach wie vor an der bayerischen Heimat. Außerdem hätte ich gerne einen kürzeren Anfahrtsweg zu meiner Mutter gehabt, die zwar nach dem Tod meines Vaters erstaunlich schnell wieder ein ausgefülltes und glückliches Leben führte, was wir zu großen Teilen meinem Bruder zu verdanken hatten.

So wusste ich sie aber in guten Händen und oftmals scherzten wir über die sonntäglichen Ausflüge der beiden, die in der Familie bald den Ruf der regionalen Restauranttester hatten. Die zwei hatten sich gut arrangiert und beide profitierten von der wohnlichen Nähe zum anderen.

Am Montag, den 19. November 2012 – ich war am Sonntag erst von einem gemeinsamen Wochenende zurückgekehrt – erhielt ich am frühen Abend einen Telefonanruf des Kriseninterventionsdienstes, der sich bei meiner Mutter befand. Meine Mutter hatte meinen Bruder tot auf der Couch aufgefunden. Er war mit nur 54 Jahren im Schlaf gestorben.

Seitdem hat sich das Leben unserer Familie sehr geändert. Innerhalb von eineinhalb Jahren hat sich meine Familie halbiert und nach dem plötzlichen aber doch irgendwie vorhersehbaren Tod meines Vaters haben wir ein weiteres Familienmitglied verloren. Dieser Verlust hat unsere Familie in ein absolutes Chaos gestürzt. Wenn ein junger Mensch völlig unvorhergesehen aus dem Leben geht, hinterlässt er nicht nur eine trauernde Familie sondern ein komplett ungeordnetes Leben. Wir sind also die letzten Monate damit beschäftigt, dieses Leben aufzulösen. Jeder Handgriff, jede Erledigung ist mit unendlichem Schmerz verbunden. So viele Erinnerungen … und so viele Tränen. Ein Haus musste vermietet werden, Konten aufgelöst, Versicherungen benachrichtigt, Verträge gekündigt werden. Mit 54 hat man noch so viel Zeit vor sich, so viele Ideen. Und was bleibt? Eine kleine Urne im Familiengrab, die uns alle daran erinnert wie schnell ein Leben zu Ende gehen kann.

Wir Geschwister kämpfen uns Tag für Tag ins Leben zurück – unterstützt von unseren Partnern. Aber wer kann einer Mutter das Leid abnehmen? Zu meiner eigenen Trauer kommt auch noch die große Sorge um unsere Mutter, die jeglichen Lebensmut verloren hat. Ihre Seele ist krank. Nach einigen Notarzteinsätzen und Krankenhausaufenthalten in den letzten 6 Monaten haben wir alle eingesehen, dass wir als Familie Hilfe brauchen. Hilfe von außen, die vor allem meiner Mutter hilft das Geschehene zu verarbeiten. Ihre Psychologin kämpft also mit einem posttraumatischen Symptom und wir hoffen sehr, dass ihr die medikamentöse und psychologische Hilfe wieder den Schritt ins Lebens zurück ermöglicht.

Alles wird wieder gut. Irgendwann. Nur nicht mehr so wie vorher.

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Aus und vorbei

25. Oktober 2012

Hier gibt es nichts mehr zu lesen. Zumindest nicht in der nächsten Zeit. Irgendwann wieder.

 

Vielleicht wird aus Frau rheinleuchten wieder Frau isarflimmern. 2013 wird ein spannendes Jahr!

Letztes Jahr

19. April 2012

Letztes Jahr um diese Zeit warst du noch am Leben. Wir haben am Telefon gescherzt und du wolltest von uns wissen, wie das Bier in Thailand schmeckt. Und niemand aus der Familie wusste, dass sich zwei Tage später unser Leben komplett ändern wird. Wir denken so viel an dich, vor allem jetzt, wo sich dein Todestag jährt. „Letztes Jahr um diese Zeit …“ taucht viel in unseren Gesprächen auf. Ostern warst du in Gesprächen und Gedanken ganz nah bei uns. Leztes Jahr Ostern …. Gründonnerstag ist dein Todestag. Viel ist passiert in den letzten 12 Monaten. Und ich bin mir sicher, du bist immer bei uns. Du weisst, dass sich Mutti super tapfer hält. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen liegt hinter uns. Und vor uns liegt unsere Hochzeit am 1. September. Ich weiss, wie sehr dir das am Herzen lag. Sicher bist du an diesem Tag ganz nah bei uns.

Happy Birthday, Papa!

uuuuuhhh …..aaaaah … oooooh

15. November 2011

Ich sage euch. Ich habe Muskelkater. Herrgott nochmal. In den hinteren Oberschenkeln. Weil Frau rheinleuchten macht nämlich neuerdings YOGA. Jawoll. Zur inneren und körperlichen Ausgeglichenheit. Uuuuuuh. Was hab ich Schmerzen. Weil nix is mit: mach mal  oooohhhmmm und gemütlich vor sich hinmeditieren. Ich verbiege mich wie eine Brezel und bin erstaunt in welche Positionen ich meinen alternden Körper schieben kann. Und dehnen. Und anspannen. Und entspannen. Jessas. Was für Schmerzen. Und dann huldige ich noch meinen geflexten Fußspitzen. Ja klar. Sieht nicht wirklich entspannt und elegant aus. Aber was solls.

Ich bewege mich zwischen Sonnengruß, Hund, Panther, Marionette und weiss schon während ich fast zwei Stunden dehne, atme und schwitze, dass der Schmerz kommen wird. Aber ich fühle mich toll….. ausgeglichen ….. geerdet. Yoga war ein Versuch. Und ich glaube wir mögen uns. Yoga und ich 🙂

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31. Oktober 2011

Wau … da hat sich ganz schön was getan in den letzten 46 Jahren ….

Hier habt ihr die Möglichkeit, selbst einen Blick drauf zu werfen. Ein herzliches Willkommen dem 7milliardsten Bewohner unserer Erde!

Und plötzlich …

30. Oktober 2011

…. war es Herbst.

Skiurlaub gebucht.

Winterurlaub gebucht.

Das Leben hat uns mich wieder!

Manchmal …

27. Juli 2011

…. überfällt mich meine Verlustangst wie ein wildes brüllendes Tier. Und hätte ich die Möglichkeit, würde ich gerne noch ein paar schöne gemeinsame Jahre mit meiner Mama aushandeln. Nachdem drei Monate vergangen sind, hat sich der erste große und niederschmetternde Schmerz in einen stets vorhandenen aber nicht mehr alles bestimmenden Begleiter gewandelt. Und diese tolle Frau, die über lange Zeit kein selbstbestimmtes Leben mehr führen konnte, findet langsam den Weg zurück. Und ich wünsche mir zutiefst egoistisch, die Zeit könnte jetzt einfach stehen bleiben …